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Los geht's

Widerstand gegen Olympia und WM

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Dabei sein ist alles – aber alles muss anders werden. Unsinnige Stadien, vergeudete Milliarden, leere Versprechungen, Korruption und Vetternwirtschaft, vertriebene Einwohner, gebrochene Menschen- und Arbeitsrechte, beschädigte Umwelt – so sieht die Bilanz von Olympischen Spielen aus. Ob in Sotschi, in Turin, in Athen oder Rio.

Und dazwischen immer die Hoffnung auf Besserung – was muss passieren?

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Das IOC soll "für eine positive bleibende Wirkung der Olympischen Spiele in den Gastgeberstädten und Gastgeberländern" sorgen – so steht es in Regel 2 der Olympischen Charta. Viele Gastgeber verstehen darunter Stadtentwicklung, für die sie bis dahin keinen Plan hatten.

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Wolfgang Maennig, Prof. für Wirschaftswissenschaften und Olympiasieger im Rudern 1988

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"Barcelona, mach dich hübsch!", hieß es damals, die Pläne waren aber schon vor der Olympia-Bewerbung fertig. Barcelona nutzte die Spiele für eigene Zwecke, statt sich vom Sport vereinnahmen zu lassen.

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Rio 2016 wollte von Barcelona lernen, aber nahm die Bürger nicht mit. 22 059 Familien wurden in Rio de Janeiro für die WM und die Olymischen Spiele nach offiziellen Zahlen der Stadtregierung aus den Favelas zwangsumgesiedelt, das entspricht einer Zahl von 77 206 Personen.

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Christopher Gaffney, Wissenschaftler

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Zur WM 2014 in Brasilien wurde in Manaus ein Stadion neu gebaut, obwohl es dort keinen Profi-Liga-Verein gibt. Die Bürger der umliegenden Amazonas-Dörfer konnten sich Tickets zur WM nicht leisten. Sie trafen sich deswegen wie immer zum Peladão, dem größten Amateurfußballturnier der Welt mit 700 Mannschaften.

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Sport-Megaevents sind selbst ein Umwelt-Risiko, Klimaschutz-Ziele werden gering geachtet. In Rio wurde eines der letzten innerstädtischen Naturreservate in den olympischen Golfplatz verwandelt – obwohl es bereits zwei Golfplätze gibt.

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Marcelo Melo, Anwalt und Biologe

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In Rio hofften Umweltschützer vergeblich, dass für WM und Olympische Spiele auch in nachhaltige Umweltverbesserungen investiert wird. Jetzt hoffen die Menschen in China, dass die Olympischen Winterspiele im Jahr 2022 eine Chance sind, etwas gegen Wassermangel und Luftverschmutzung zu tun.

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Ma Tianjie, Greenpeace China

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Sport ist nicht mehr die schönste Nebensache der Welt– sondern eine Hauptsache zur Erschließung von neuen Märkten. China prognostiziert 300 Millionen neue Wintersportbegeisterte durch Zuschlag der Winterspiele 2022.

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Zu einem riesigen Markt sind Sport-Großereignisse seit den Anschlägen vom 11. September auch für die Sicherheitsindustrie geworden. Zum ersten Mal bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen.

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Dora Bakoyannis, ehem.Bürgermeisterin, Athen

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Viele Bürger wollen die Gigantomanie der Spiele nicht mehr mitmachen. Wo es Referenden gibt, werden die Spiele abgelehnt – in München, in Graubünden, in Hamburg.

Die Sportler stehen zwischen dem Ehrenkodex der Olympischen Idee, ihren marktorientierten Sponsoren und der Konzentration auf ihre sportliche Leistung. Und werden dann von den Problemen der Bürger überrascht.

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Maria Höfl-Riesch, ehemalige Skirennläuferin

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Den Kritikern geht es um Veränderung. Wie kann man den Wahnsinn stoppen? IOC und Fifa sollten Mega-Events nur dorthin vergeben, wo die natürlichen Bedingungen stimmen und die Sportstätten weitgehend vorhanden sind. Und sie können ihre Statuten ändern, um politische, wirtschaftlich und soziale Verantwortung durchzusetzen.

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Sylvia Schenk, Transparency International, Olympiateilnehmerin 1972, Leichtathletin

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Demokratischer, kleiner, sanfter, günstiger - dahin muss sich die Zukunft entwickeln. Sonst bleibt die Bilanz solcher Mega-Events wie gehabt: unsinnige Stadien, vergeudete Milliarden und getäuschte Bürger.

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